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Heilsames Scheitern

Drucken Verfasst am 15.12.2015

 In der ZDF-Talkshow mit Markus Lanz vom 23. September 2010 antwortete Reinhold Messner auf die Frage nach der Bewältigung von Zielen oder dem vorzeitigen Scheitern sinngemäß Folgendes: 

Am Scheitern habe ich viel gelernt.
Ein Drittel meines Lebens war Scheitern.
Aus diesen Fehlern habe ich gelernt.
Sonst wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin. 

Scheitern ist eine heilsame Kunst. Sie lässt uns demütig werden. Und gibt uns Raum, Selbstachtung zu bewahren und immer wieder aufzustehen.

Scheitern hat nichts mit „Versagen“ zu tun. Wer nie etwas wagt, versagt. Wer handelt und scheitert, sammelt Erfahrung. Jede Erfahrung ist ein kostbarer Schatz. Sie schleift uns wie einen Diamanten. Mit jeder Erfahrung ein bisschen mehr. Wir kommen in unser persönliches Wachstum, reifen an Geist, Seele und der Güte des Herzens.

Durch die Erfahrung des Scheiterns können wir lernen, Mitgefühl und Barmherzigkeit zu entwickeln. Mit uns, aber auch mit den anderen. 

Mit „Erfolg“ oder „Misserfolg“ im materiellen Sinne hat Scheitern nicht viel zu tun. Erfolg im Leben hat ohnehin der, der ein einziges Mal mehr aufsteht, als er hinfällt. Denn der bleibt am Ende stehen. Viel Erfolg!

In herzlicher Verbundenheit

Georg Rupp

Doping – oder: Verbrennungen der Seele Zwischen Würde und Fremdbestimmung – Zur Psychologie der Medikamentenabhängigkeit im Sport

Drucken Verfasst am 01.12.2015

Beim Durchforsten überflüssiger Papierstapel fand sich ein Artikel wieder, den ich vor über 22 Jahren zur Doping-Problematik im Sport geschrieben hatte. Er wurde in der Wochenendausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ am 9./10. Januar 1993 veröffentlicht. Da das Thema „Doping“ und seine Auswirkungen auf den Menschen auch in der heutigen Zeit eine große Rolle spielen, ist meine damalige Analyse offensichtlich nach wie vor aktuell. Eine Annäherung an eine (Schatten-)Seite des Menschseins.

Die Zivilisationskrankheit des Sports heißt Doping. Doping ist Schlagwort und Schatten über dem Sport. Und Doping wird den modernen Hochleistungssport weiter begleiten. Das liegt einerseits in der Natur der Sache und zum zweiten in der Natur des Menschen. Wer sich einmal in diesem Dschungel verlaufen hat, der hat Mühe, wieder den Ausgang zu finden. Doping ist eine Einbahnstraße.

Die Motive und Gefahren sind immer wieder vom medizinischen Standpunkt aus beschrieben worden. Natürlich spielt aber eine bedeutende Rolle, was Schiller schon schrieb: „Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm das höchste doch.“

Die psychologischen Aspekte des Dopings sind bislang allerdings weitgehend unbeachtet geblieben. Denn Ruhm, Gold und Geld allein reichen als Erklärung nicht. Was treibt Sportler neben der erhofften Leistungssteigerung zum Griff zur Pille oder zur Spritze? Schließlich, wer sich einlässt auf dieses Spiel, den überzieht das Doping alsbald mit einem dichten Netz von Abhängigkeiten, mit medizinisch wie psychisch wirksamen Suchtpotentialen.

Solche Abhängigkeiten folgen sogar einer gewissen Logik: Wenn ich als Athlet auch nur einmal das Gefühl habe, dass ich den Sieg nicht mehr dem eigenen Leistungsvermögen, sondern zu gleichen Anteilen oder sogar viel eher dem Präparat verdanke, wird der Weg zurück zum sauberen Sport kaum noch gangbar. Der Sportler wird von diesem Moment an in höherer Dosierung fremdbestimmt, weil der Siegesanteil vermeintlich von außen gesteuert wird. Das Präparat suggeriert die Stärke. Und die Arznei gerät zum Fetisch und zum modernen Glücksbringer. Nun ist Doping kein Phänomen der Gegenwart. Es ist so alt wie die Menschheit selbst: Aus der Antike kennen wir Formen des Dopings bereits mit Aphrodisiaka. Und, in leicht abgewandelter Form, auch aus dem Mittelalter.

Die Rittersleute, die in den Kampf zogen, trugen – wie wir es zeitgenössischen Überlieferungen entnehmen können – häufig ein Tuch ihrer Herzensdame verdeckt bei sich. Ihr Motiv ähnelte im Grundmuster den heutigen Verhaltensweisen: Das Tuch sollte zu einer magischen Erhöhung im Kampf beitragen. Da war (und ist noch) die Hoffnung auf irgendeine treibende mystische Kraft. Denn zu den Eigenschaften des Menschen zählt seit je sein Streben, sich Kräfte und Fähigkeiten anzueignen, die ihm auf normalem Wege versagt blieben. An die Stelle des Tuches tritt im modernen Sport das Präparat.

Das Doping im Sport birgt darüber hinaus aber allerlei Reize. Den Reiz des Verbotenen einerseits, aber auch den Reiz des Risikos: Wie weit kann ich als Athlet mit der Einnahme von stimulierenden Mitteln noch an den Wettkampftermin heran? An welcher Stelle übersteigt das Risiko des Ertappt-Werdens die erhoffte Wirkung? Doping gerät mithin zum Vabanquespiel und Nervenkitzel. Dazu kommt – so paradox das klingen mag – auch eine erleichternde oder verdrängende Wirkung. Falls es beim Wettkampf doch nicht klappt, bleibt als Erklärung immer noch, dass nicht ich, sondern vielmehr das Präparat versagt hat oder die anderen sich raffinierter gedopt haben. Doping entlastet also auch von schmerzhaften Einsichten und Verantwortlichkeiten. So bleibt der gedopte Sportler – nach außen hin jedenfalls – unbeschadet auch bei Niederlagen.

Hinter alledem steht ein altes Prinzip. Der Mensch benötigt offenbar überall Additive zu seinen Bewusstseinszuständen, weil ihm ansonsten die Welt einfach zu groß und komplex erscheint. Für den Sport heißt das: Niederlagen pur sind für viele gar nicht zu ertragen.

Seit allen Zeiten versuchen wir, dem eigenen Selbstvertrauen eine weitere, erhebende Kraft hinzuzufügen – in der Moderne geschieht dies eben mittels der Chemie. Und spätestens hier ist der Grat erreicht zwischen Fremdbestimmung (Doping) und der Würde des Menschen: Durch Doping wird die Eigenverantwortlichkeit reduziert. Während ich mir zum Beispiel beim mentalen Training Ressourcen erarbeite, die ohnehin in mir schlummern, erschließt Doping Felder, die nicht zu den normalen Möglichkeiten zählen, also unnatürliche Quellen.

Beim Doping gebe ich mithin den Selbsterfahrungseffekt, die tiefe Berührung mit mir selbst, an der Garderobe ab – und damit zugleich ein Stück der persönlichen Würde. Das ist der Kernpunkt der psychologischen Seite. Ich betrüge durch die Einnahme von Doping-Substanzen andere. Vor allem aber betrüge ich mich selbst. Schließlich, eine konzentrierte Wahrheit – und sei es selbst durch schwächere Ergebnisse – bedeutet immer noch eine vollkommen andere Befriedigung als eine Leistung mit einem geborgten Anteil Chemie. Ein sauberer Sportler wird nach dieser Logik stets größere Zufriedenheit verspüren.

Wie sagte doch Olympia-Sieger Dieter Baumann in einem Interview: „Für mich persönlich käme es nicht in Frage. Wenn ich mit Doping deutschen Rekord laufen würde, dann müsste ich mich mehr bei meinem Arzt bedanken als bei meinem Trainer oder bei mir. Und das würde mich stören. Deshalb dope ich mich nicht. (Wir wissen heute, durch spätere Erkenntnisse zum „Fall“ Dieter Baumann, dass auch diese Aussage fragwürdig war. Der 5.000-m-Olympiasieger von 1992 in Barcelona wurde im Zuge der „Zahnpasta-Affäre“ zwischen September 2000 und Januar 2002 gesperrt, bestreitet jedoch bis heute die wissentliche Einnahme von Doping und gilt als engagierter Gegner des Dopings.)

Zu Doping-Mitteln dagegen greifen jene, die einen Mangel in sich spüren und den zu überbrücken hoffen. Ben Johnson mag so gedacht haben. Das Vertrauen in die eigenen Reserven reichte offenbar nicht aus. Diesen Mangel glich er mit anabolen Steroiden aus. (Der kanadische Sprinter Ben Johnson wurde bei den Olympischen Spielen 1988 in Soul zwei Tage nach seinem „Jahrhundertlauf“ des Dopings überführt.)

Gerade sein Fall zeigt, dass Sportler lernen sollten, wieder in eine vernünftige Balance zu kommen. Weg von diesen Abhängigkeiten und hin zum Gleichklang von Körper, Geist und Seele.

Setze ich allein auf meine Fähigkeiten, meinen Willen und meinen Glauben an mich selbst, kommt der – nennen wir es einmal so – Turbo-Effekt oft von allein. Der Grieche Demostenes redete gegen die Wellen an, um auf diese Weise einen Sprachfehler zu bekämpfen. Er wurde später der berühmteste Redner seines Zeitalters.

Ähnliche Beispiele, bei denen sich Schwäche in ungeahnte Stärke verkehrte, finden wir in der Neuzeit – und dort ganz besonders im Sport. Der amerikanische Hammerwerfer Harold Conolly gewann 1956 bei den olympischen Sommerspielen von Melbourne Gold trotz – und ich behaupte gerade wegen – einer Behinderung. Der Mann hatte nach einem Unfall einen verkürzten rechten Arm zurückbehalten – und siegte dennoch.

Noch bekannter ist der Fall der Sprinterin Wilma Rudolph, die als Kind gelähmt war und 1960 in Rom drei Goldmedaillen in den Sprintdisziplinen gewann. Sie, die jahrelang unfähig war zu gehen, lief vor den Augen der Sportwelt gazellenhaft leicht und elegant.

Diese beiden Athleten errangen Siege zunächst über sich selbst, Siege für die persönliche Würde. Fast vergessen, aber so geht es eben auch. Mit Willenskraft, mit natürlichen Reserven. Und dem unerschütterlichen Glauben an sich selbst.

Das andere Extrem lautet: Ich bin bereit, dem nackten Siegeswillen, dem Ruhm, dem Gold und dem Geld alles unterzuordnen, Abhängigkeiten einzukalkulieren und körperliche Gefahren für Hundertstelsekunden und Zentimeter in Kauf zu nehmen. Was ist von der Natur übrig geblieben, wo der Mensch nach dieser rücksichtslosen Prämisse verfuhr? Verbrannte Erde.

Übertragen auf den Sport ist das nicht anders. Der gedopte Sportler ist hier selbst die „verbrannte Erde“. Denn Doping führt zwangsläufig zu Verbrennungen der Seele und der Persönlichkeit.

In herzlicher Verbundenheit

Georg Rupp

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Warum man Erleuchtung nicht kaufen kann Die Suche eines Clowns

Drucken Verfasst am 01.11.2015

Clown Galli lernte ich 1995 auf Lanzarote kennen. Johannes Galli war Mitorganisator eines Kongresses über die „Menschenführung in das nächste Jahrtausend“. Wir beide hatten damals ein recht bewegtes Leben hinter uns. Heute bin ich überzeugt: Er, ich, und viele andere auch, waren weniger auf der Suche nach der richtigen Menschenführung, sondern suchten eher uns selber im aufkeimenden Esoterik-Boom. 

Johannes Galli erzählte in seiner lebendigen Art von den menschlichen Schattenseiten, die er liebevoll „Kellerkinder“ nannte. Vor allem spielte er die unterschiedlichsten Typen mit Hingabe und Humor. So, wie man es sich bei einem Clown nur vorstellen kann.

Kurz und gut: Ich fühlte mich irgendwie in der „Elite“ angekommen und nicht mehr weit entfernt vom Erleuchtungsweg. Zumindest aber als Suchender unter Suchenden am richtigen Ort.

Doch: Lässt sich Erleuchtung, Spirit, Transformation einkaufen? So nach dem Motto: „Komm, lass uns Bewusstsein shoppen gehen!“? 

20 Jahre später lese ich einen liebevoll provozierenden Bericht des mittlerweile schwer erkrankten Clowns, der in seiner letzten Lebensphase mit dem Finger auf sich zeigt, wenn er selbstironisch sagt: „Ich hab alles versucht!...“ Galli: „Bin ich nicht in indischen Ashrams herumgetorkelt? Habe ich mich nicht in chinesischen Tempeln blamiert? Habe ich nicht auf dem Machu Picchu meditiert und wurde vom Wärter vertrieben? Habe ich nicht in Toronto mit Neo-Hexen Chants gesungen, die ich nicht verstanden habe? Habe ich nicht in Mexiko Kaktus gefressen, bis mir speiübel wurde? Habe ich nicht im Schwarzwald mit einem deutschen Schamanen Bäume umarmt und dabei eine Allergie davon getragen? Habe ich nicht bei den kanadischen Indianern in Schwitzhütten herumgesessen und in Steinkreisen Fliegen verscheucht? Habe ich nicht auf Hawaii in Kahuna-Kursen versucht, Fische mit bloßen Händen zu fangen, und keinen einzigen auch nur gesehen? Habe ich nicht in Esalen, San Francisco, teure Kurse gebucht, die dann nicht stattfanden? – Mensch, ich war doch überall dabei! Ich hab alles versucht! Getrieben war ich von der Hoffnung, dass die nächste Methode endlich mich zur Erleuchtung transformieren würde.

Und immer lief’s nach dem gleichen Schema ab. Erstens: Anreisen und Schnauze halten. Zweitens: Herausfinden, wie der Hase läuft. Drittens: Einarbeiten in die Sprüche des Meisters. Viertens: Fachspezifische Begriffe auswendig lernen. Fünftens: Neuankömmlinge belehren. Sechstens: Angeben bis zum Abwinken. Siebtens: Abreisen und Schnauze halten. Achtens: Euphorie, endlich wieder in der Freiheit zu sein. Neuntens: Betrübtes Feststellen der Wirkungslosigkeit und Beginn der Suche nach dem nächsten Erleuchtungsweg.

Und, hat’s was geholfen? Gar nix hat’s geholfen! Innen war ich noch derselbe Depp wie eh und je!“ (Ausschnitt aus dem Beitrag: „Gehen wir Spirit shoppen!“ von Johannes Galli, erschienen in: connection spirit, Ausgabe 3-4/2015)

Danke, lieber Johannes. Es wurde Zeit für Deine liebevolle Provokation über den „Erleuchtungsweg für Deppen“. Schluss mit dem Guru-Hopping. Schluss damit, sich die Erleuchtung von Büchern oder Kursen zu erhoffen. Natürlich heißt das nicht, dass es sinnlos war, die verrücktesten Erfahrungen in den letzten Jahrzehnten gemacht zu haben. Sie haben uns weiter gebracht, auch wenn sie manchmal nur in die nächste Sackgasse führten.

Ganz klar: Wenn ich alle Aufträge und Übungen der unterschiedlichsten Gurus, deren Workshops ich besucht und deren Bücher ich gelesen habe, im Alltag umgesetzt hätte – ich wäre 24 Stunden täglich und mehr damit beschäftigt gewesen, die Erleuchtung zu trainieren.

Und doch, Johannes, hatte vieles seinen Sinn. Wir haben gelernt, was nicht unser Eigenes ist. Was uns verfremdet. Was uns nicht so sein lässt, wie es unser tiefstes Inneres weiß. Sackgassen lehren die Umkehr. Letzten Endes auch die Demut. 

Du schreibst in Deinem Beitrag: „Nur wer den Hauch des Todes spürt, hat die Kraft, die Wahrheit zu ertragen.“ Angesichts der Endlichkeit des Lebens soll die Erleuchtung, die Transformation möglichst schnell eintreten. Man hat ja nicht viel Zeit. Es könnte ja bald zu spät sein. Und so werden schamanische Rituale durchgeführt, es wird gependelt, die „Walla-Walla-Lichtsäulen-Esoterik“ bedient, durchs Feuer gelaufen, in Stille gesessen und der Geist entleert… möglichst von allem etwas, damit wir den Königsweg auch nicht verpassen.

Die Suche nach sich selbst, die Suche nach der inneren Wahrheit, nach dem Frieden der Seele, kennt aber keine äußeren Wege. Wir können noch so viele Bücher lesen, noch so viele Kurse besuchen – die Wahrheit gibt es nur in uns, in unserer Mitte. Denn im Zentrum der Liebe ist alles vorhanden. Und das heißt: Auch in Dir, in mir, in uns allen, ist alles vorhanden.

Wir können überall hingeführt werden, an jeden Ort dieser Erde. Wir können Stimmungen vorfinden, die uns die Berührung mit uns selber erleichtern. Wir können Atmosphären schaffen, in denen uns das eher gelingt. Doch die Weisheit des Herzens ist nicht hier oder dort. Sie ist überall. Denn es gibt sie nur in uns selbst.

In herzlicher Verbundenheit

Georg Rupp

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Zwischen Angst und Mitgefühl Vom inneren Umgang mit der aktuellen Flüchtlingswelle

Drucken Verfasst am 17.10.2015

Heute möchte ich in der Rubrik „Futter für die Seele“ aus aktuellem Anlass den Psychotherapeuten Richard Stiegler zu Wort kommen lassen. Seinen Artikel zur Flüchtlingswelle fand ich unter newsletter@arbor-verlag.de. Seine Analyse und Betrachtung sprechen mir aus dem Herzen.
 
 
In herzlicher Verbundenheit 
 
Georg Rupp

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Ankunft im reichen Leben: Die Harmonie Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben (Auszug aus den Texten der CDs)

Drucken Verfasst am 01.10.2015

Das Leben ist wie Quellwasser.
Lass es zischen und sprudeln,
lass es quicklebendig fließen und wirbeln.
Geh mit viel Freude durch den Tag.

Lass endgültig alles los, was Dich noch behindert.
Das Leben ist einfach, wenn Du bist, wie Du bist.
Du bist unverwechselbar vor Gott und den Menschen.

Harmonie ist das Zeichen:
Du bist angekommen in Dir selbst.

Wenn Du Deine Kinder umarmst, weil Du spürst,
wie eigenständig sie sind – und doch eins mit Dir –
bist Du in Harmonie.

Wenn Du den Menschen, den Du liebst, umarmst,
weil Du spürst, Ihr habt die Verbindung gefunden –
bist Du in Harmonie.

Wenn Du Dich selbst umarmst,
weil Du spürst, Du bist es Dir wert –
bist Du in Harmonie.

Harmonie ist die Balance zwischen Himmel und Erde.
Zwischen dem Oben und dem Unten.
Zwischen Tag und Nacht.

Zwischen Deinen Sehnsüchten und Deinen Taten.
Zwischen Deinen Träumen und Deiner Erfahrung.
Zwischen Dir und Deinem Gott.

Wenn Deine Augen funkeln und strahlen, bist Du in Harmonie.

Lass dieses Gefühl von tiefer Harmonie jetzt in Deine Augen strömen.
Sende den Geist der Harmonie in Dein Augenlicht.
In Dein Licht.

Lass Deine Augen beseelt sein von innerem Frieden und Harmonie.

Strahle durch Deine Augen alles in Deine Welt hinaus ...
alles, was Du zu geben bereit bist,
alles, was Du an Liebe, Glück und Harmonie
zu verschenken hast.

Und jetzt teile diese Harmonie mit den anderen.
Teile – und Du bist ganz.

Harmonie ist ewiges Fließen.
Ewige Schönheit.
Ewige Vollkommenheit.

Harmonie ist der Schlüssel zu Deinem reichen Leben.

Gott, der alles umfängt und alles durchdringt,
ist vollkommene Harmonie.
Harmonie ist die ewige Liebe Gottes.

Hier – und jetzt –
fraglos und bedingungslos –
bin ich am Ziel.

Angekommen – endlich! –
in der ewigen Mitte meines Lebens.

In aller Dankbarkeit und Demut kann ich nun mit inniger Freude empfinden: 

 

Vater, Gott, liebende Einheit – 
Du umfängst und durchdringst alles.
Du begegnest uns in allen Gesichtern, Farben und Formen.
Du sendest uns vielfältige Zeichen Deiner Existenz und Güte.

Ich danke Dir, dass ich mich und andere in aller Vielschichtigkeit
erfahren kann.

Ich danke Dir für das Hiersein, für das Einssein,
für die Freiheit und die Verbundenheit.

Du lässt mich teilhaben an Deiner Größe.
Ich empfange Dein Licht und Deine Liebe.

Dafür danke ich Dir von ganzem Herzen.

Jetzt, in diesem Moment,
ahnen wir, ja ... spüren wir:

Das Licht Gottes ist mitten in uns.
In unserer Seele.
In unserem Herzen.

Gott ist lückenlos außen –
und tief, ganz tief in uns.

Geh den Weg des Herzens –
dann bist Du in ewiger Harmonie.

Was Du jetzt spürst, ist die wirkliche, tief gegründete und umfassende Harmonie.

Das, was Du jetzt tief in Dir spürst,
ist die wirkliche Freiheit.

Ganz tief ... und leicht ...
fast schwebend ...

In Gottes Liebe, in dieser unendlichen Harmonie,
bist Du – für immer frei!

© Dr. Georg Rupp – Das Sternum-Projekt : Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben 

Alle Gedanken, Satz für Satz, Wort für Wort, sind mir in Meditationen eingegeben worden. Ich gebe sie so weiter, wie sie mir zuteil geworden sind.

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7. Schlüssel: Das Licht Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben (Auszug aus den Texten der CDs)

Drucken Verfasst am 15.09.2015

Licht kann beständig sein wie der Polarstern,
feurig wie der brennende Dornbusch,
mildtätig und sanft wie die Flamme einer Kerze. 

Wie immer Du das Licht erfährst –
es setzt die Segel. 

Bist Du bereit für das Licht?
Bist Du offen genug?

Oder hast Du den Eindruck:
Du tappst noch im Dunkeln?
Du kommst nicht voran?
Du siehst keinen Weg?
Kein Licht am Ende des Tunnels? 

Wie oft hast Du Dich gefragt:
„Wenn ich mich beruflich verändere –
bringt mich das weiter?“ ...

„Wenn ich mein Privatleben umkremple –
komme ich dann eher zur Ruhe?“ ... 

„Wenn ich meine Einstellung über Bord werfe –
geht es mir dann besser?“ ... 

„Wenn ich die Vergangenheit loslasse –
habe ich dann eine glückliche Zukunft?“ ... 

„Es muss sich doch lohnen, wenn ich loslasse!“

Wie oft hast Du ähnliche Fragen gestellt?
Hast abgewogen zwischen Alt und Neu,
zwischen Festhalten und Neugierigsein,
zwischen Sicherheit und Mut.

Wo immer Du stehst,
es ist Deine Entscheidung. 

Ganz gleich, wo Du stehst,
Du stehst immer im Licht.

Du trägst das Licht der Liebe und der Dankbarkeit
in Deinem Herzen, in Deiner Seele.

Du hast es in Dir,
es brennt in Dir ...
wer immer Du bist,
was immer Du tust,
wo immer Du stehst.

Es gibt keinen besonderen Raum,
in dem das Licht erscheint.
Es gibt keine besondere Zeit,
in der das Licht erscheint.

Es ist das Hier und das Jetzt.
Es ist dieser Augenblick. 

Es ist jeder Augenblick, in dem Du Dich öffnest
und bedingungslos liebst.

Du bist Teil des Lichts,
der Liebe und des Lebens.

Im Licht lösen sich alle Ängste und Zweifel auf.
Ganz gleichgültig, wo Du in Deinem Leben stehst,
welche Pläne und Erwartungen Du hegst:

Wenn Du Dich öffnest, stehst Du immer im Licht

Ja, Du bist umfangen und durchdrungen von Licht und Liebe
der Urkraft des Lebens.

Jetzt, in diesem Moment, kannst Du tief in Dir, in Deiner Mitte,
in Deiner Seele spüren:
Du wirst getragen! –
Getragen von einer Sicherheit und Zuneigung,
die vielmals größer ist als Du selbst.

Solange Du in diesem Gefühl bleibst,
kann Dich nichts mehr ängstigen,
nichts mehr verwirren.

Das Licht ist die Liebe –
und grenzenloses Vertrauen.

 Lass alles Licht ...
und alle Liebe ...
und alles Vertrauen ...
immer und immer wieder in Deine Mitte strömen.

Und spüre dabei die Gewissheit:
Du und das Licht –
Ihr seid eins.

Das Licht begleitet Dich überall hin.
Es ist das Leuchten Deiner Seele.

 Wir alle sind Teil des göttlichen Lichts.

© Dr. Georg Rupp – Das Sternum-Projekt : Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben

Alle Gedanken, Satz für Satz, Wort für Wort, sind mir in Meditationen eingegeben worden. Ich gebe sie so weiter, wie sie mir zuteil geworden sind.

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6. Schlüssel: Die Freude Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben (Auszug aus den Texten der CDs)

Drucken Verfasst am 01.09.2015

Wenn ich mich auf meinen Kern zentriere,
bleibt die Zeit stehen
und tausend Sonnen
lächeln mir zu. 

Ist das Glück?

Wie fühlt sich für Dich Freude an?
Wo spürst Du sie?
Wo sind Deine offenen und versteckten Lachfalten? 

Entdecke das Lachen in Dir neu – jetzt, in diesem Augenblick.

Denke an eine Begebenheit, eine Geschichte, einen Tagtraum,
einen Moment, der Dich und Dein Herz erfreut hat ... 

Tauche ein in Deine eigene Phantasie ...
Lass die Fröhlichkeit sich einfach entwickeln ... 

Dehne sie aus.
Verlängere sie.
Vergrößere sie.
Vertiefe sie. 

Gib Dir Zeit und Raum für Deine Freude ...
Koste sie aus.
Gib Deiner Freude Wurzeln! 

Genieße Dich – und Dein Lachen.
Dein Lächeln.
Deine Lachfalten.
Deine Unbeschwertheit. 

Stell Dir vor, Du könntest fliegen ... ganz leicht ...
über allem schweben ... ganz leicht ... 

Stell Dir vor, Du stehst über allem,
kannst alles mit Abstand betrachten,
alles geschehen lassen – mit einem unwiderstehlichen
Lächeln auf Deinen Lippen. 

Stell Dir vor, Du kannst alles erledigen,
mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit im Herzen. 

Du bist frei.
Schwebend, leicht ... mit dieser Freude im Herzen,
die Dir keiner nehmen kann, weil die Freude in Dir ist. 

Alle Freude der Welt kannst Du erleben mit einem Lächeln im Herzen.

Genieße Dich dabei.
Genieße Dich in allen Formen, Farben und Facetten.
Genieße Dich und Deine Stärken.
Genieße Dich und Deine Schwächen. 

Genieße alle Herausforderungen,
alle Höhen und Tiefen Deines Lebens.
Genieße Deinen Mut – und dass Du niemals aufgibst.
Genieße die Freundschaft und Liebe zu Deinen Mitmenschen. 

Genieße die Tiere, die Pflanzen – und alle Dinge.
Genieße das Wasser, die Erde, das Feuer und die Luft.
Genieße die Sonne und den Regen.
Genieße den Tag – genieße die Nacht. 

Genieße das Kommen und das Gehen,
das Alte und das Neue.
Genieße Dein Staunen über alles, was ist – es hält Dich jung.
Genieße Deine Zuversicht – genieße Deine Zweifel.
Genieße alle Irrungen und Wirrungen, die zu Deinem Weg gehören –
und die Dich wachsen und reifen lassen. 

Genieße Deine Erfolge.
Genieße Deine Schönheit und Ausstrahlung.
Spüre diese Freude in Deinem Herzen. 

In diesem Moment, in dieser Freude,
bist Du ganz in Dir zu Hause.

Und nun – teile Deine Freude.
Verschwende sie!
Gib sie als Geschenk. 

Trage Deine Freude in Deinem Herzen –
und in Deinem Gesicht. 

Spüre die Verbundenheit mit allem, was ist.
Die Verbindung durch die Freude, durch Dein Lächeln.
Entdecke den Freiraum Deiner Seele – und genieße ihn. 

Genieße Dich und Dein Leben. Genieße! 

© Dr. Georg Rupp – Das Sternum-Projekt : Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben

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5. Schlüssel: Die Dankbarkeit Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben (Auszug aus den Texten der CDs)

Drucken Verfasst am 01.08.2015

Wie denkst Du über Demut?
Wie fühlt sich für Dich Dankbarkeit an?
Was ist das Geheimnis der Weisheit?

Demut erniedrigt nicht.
Demut macht frei. 

Demut ist Sanftmut,
ist die dankbare Hingabe an die göttliche Ordnung,
das lächelnde „Ja“ zur Wertschätzung aller. 

Demut ist Dankbarkeit,
ist die Gewissheit:
Ich bin Teil des Ganzen.
Ich ordne mich ein. 

So paradox es für Dich auch erscheinen mag:

Demut ist Aufstieg, nicht Abstieg.

Nur wer die Demut kennt, kann über sich hinauswachsen.
Nur wer im Einklang lebt, kann Großes vollenden.
Nur wer dankbar ist, kommt über die Demut zur Freude, zum Licht. 

Dankbar ist der, der seinen Sinnen vertraut.
Der sich an jeder Blüte erfreut.
Der sein Herz noch berühren lässt.
Dessen Seele sich weitet im Schein einer Kerze.
Der ganz Ohr ist, wenn Musik seine Sinne streichelt.
Der die Stille ersehnt, weil sie alles enthält. 

Die Stille ist die schönste Musik.

Öffne den Raum der Erkenntnis,
den Raum Deiner Sinne,
den Raum Deiner Gefühle,
den Raum Deines Herzens. 

Höre auf den Herzschlag der Stille.
Lass Dich von der Stille verzaubern. 

Höre genau hin:
Sie erzählt Dir vom Geheimnis des Lebens.
Vom Geheimnis der Liebe.
Vom Geheimnis der Harmonie. 

Genieße die Stille.
Sie ist ein Geschenk des Lebens an Dich. 

Aus der Stille wächst die Empfindsamkeit
für die kleinen Dinge des Lebens,
die oftmals die großen sind.

Es ist nicht das Spektakuläre, was den Menschen ausmacht.
Es ist nicht das Fantastische, was unser Leben ausmacht. 

Es sind die tausend kleinen Sonnen, die uns tagtäglich begegnen.
Uns tagtäglich scheinen, erscheinen. 

Leben ist Aufmerksamkeit!

Und jetzt ... lasse alle Gefühle von Dankbarkeit zu, die Du in Dir trägst.

Eine tiefe Dankbarkeit über Dich selbst, über Dein eigenes Leben,
über all das Schöne, das Du genießen und an dem Du Dich erfreuen darfst.

Eine tiefe Dankbarkeit auch über all die Prüfungen,
die Dich reifen und wachsen lassen.

Spüre diese tiefe Dankbarkeit Deinen Mitmenschen gegenüber,
vor allem Deinem Partner und Deinen Kindern,

Deinen Freundinnen und Freunden gegenüber –
und gegenüber all denen, die Dir den Spiegel vorgehalten und Dich herausgefordert haben.

Alle hatten und haben ihren Platz auf der Spur Deines Lebens.

Nichts ist ohne Sinn.

Das zu erkennen, schafft Raum für die Demut,
für die Dankbarkeit, Freude und für Harmonie.

Die Weisheit des Lebens liegt in der Tiefe und Stille.

Gott, lass mich weise werden ...

© Dr. Georg Rupp – Das Sternum-Projekt : Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben

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4. Schlüssel: Der Mut Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben (Auszug aus den Texten der CDs)

Drucken Verfasst am 01.07.2015

Geh an die Dinge des Lebens heran
mit der Unschuld des Kindes, mit der Freude des Siegers
und dem Lächeln des Weisen. 

Mut und Dankbarkeit sind wunderbare Schlüssel
auf dem Weg des Menschen zu seiner wahren Bestimmung.

Mut setzt die Bereitschaft voraus,
das Leben mit all seinen Sinnen wahrzunehmen.
Mut weckt den Glauben an den eigenen erfolgreichen Lebensweg.

Mut lässt uns aufrecht durchs Leben gehen. 

Spüre in Dir den Mut zum Aufbruch,
die Entscheidung, Deinen Weg zu gehen. 

Spüre alle Gefühle, die dieses berührende Brennen in Deinem Herzen,
in Deiner Seele vertiefen und festigen.

Spüre den Mut zum Leben.
Die Offenbarung Deiner eigenen Stärke,
Deiner Zuversicht, Deines festen Glaubens
an Dich und Deine Möglichkeiten. 

Mut kennt auch Zweifel.
Mut kennt auch Verzagtheit.
Mut kennt auch die Fragen: 

„Soll ich wirklich?“ ...
„Was gebe ich auf?“ ...
„Was riskiere ich?“ ... 

„Reicht mein Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten wirklich aus?“ ...
„Überschätze ich mich nicht?“ ...

„Gefährde ich mich nicht selbst?
Mehr noch die anderen?
Die Menschen, die ich liebe, die mir soviel bedeuten?“ ...

„Sollte ich nicht besser lernen,
mit dem zufrieden zu sein,
was ich habe, wer ich bin?“ ...

„Wer steht dafür gerade, wenn es nicht klappt?“ ...
„Ich kann doch nicht alles verantworten!“ ...

„Ich weiß doch gar nicht, ob meine Kräfte nicht nachlassen –
schon kurz nach dem Start.“ ...

„Ich kann doch keine Rechnung aufmachen mit mehreren Unbekannten.“ ...
„Ich habe zu viele scheitern gesehen.“ ... 

„Warum soll ich was verändern?“ ...
„Warum soll ich was riskieren?“ ...
„Warum soll ich ... überhaupt?“ 

„So ist es doch bequemer!“
„So ist es doch vertrauter!“
„So ist es doch viel sicherer!“ 

„Aber – so ist es doch auch viel langweiliger!“
„So ist es doch auch viel ärmer!“
„Ja, so ist es doch kein Leben!“

Der Kosmos hat Dir das Feuer gegeben!

 Die Kraft und die Wildheit.

Den Rhythmus.

Das Atmen.

Das Lachen.

Das Springen.

Zum Tanzen und Trommeln ...

Um Dich selbst zu erobern ...

Die Welt zu verrücken ...

Dein Feuer zu spür‘n!

Mut ist der Aufbruch zur Mitte Deines Herzens. 

Mut heißt: 

Ich höre auf meine innere Stimme.

Ich gestalte mein Leben.

Ich entfalte meine Talente.

Ich setze mich ein mit aller Liebe und Kraft.

Ich habe Vertrauen in die Weisheit des Lebens.

Ich glaube an mich und meinen Wert als Person.

Ich akzeptiere das Alte – und bin offen für Neues.

Mut macht mich frei.

Ich bin überzeugt.

Mut macht mich frei ...

© Dr. Georg Rupp – Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben

Alle Gedanken, Satz für Satz, Wort für Wort, sind mir in Meditationen eingegeben worden. Ich gebe sie so weiter, wie sie mir zuteil geworden sind.

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3. Schlüssel: Das Vertrauen Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben (Auszug aus den Texten der CDs)

Drucken Verfasst am 01.06.2015

Vertrauen setzt Klarheit und Liebe voraus
und fördert den Mut.
Vertrauen heißt: trauen. 

Vertrauen ist Demut.
Vertrauen ist Zuversicht.
Vertrauen ist Weisheit. 

Ohne Vertrauen ist Liebe nicht spürbar.
Ohne Vertrauen ist Wahrheit nicht spürbar.
Ohne Vertrauen ist Gott nicht spürbar.

Das Vertrauen in die Ordnung löst Blockierung und Angst.
Das Vertrauen ins Universum macht offen und frei.
Das Vertrauen in sich selber ist der Anfang des Glücks. 

Traue Dir über den Weg.
Traue Dir – mehr denn je.
Traue Dich, neue Wege zu gehen. 

Traue Dich – und Du findest Klarheit.
Traue Dich – und Du findest Liebe.
Traue Dich – und Du findest Mut.
Traue Dich – und Du findest Vertrauen. 

Dein Geist ist frei und voller Vertrauen.
Dein Körper ist frei und voller Vertrauen.
Deine Seele ist frei und voller Vertrauen.

Vertrauen überschwemmt wie eine Flut Dein Leben.
Vertrauen umschließt wie eine Membran Dein Leben.
Vertrauen atmet Dich und Dein Leben. 

Übe Dein Vertrauen ins Leben –
und Du bleibst in der Schwingung und in Harmonie. 

Du spürst es, indem Du standfest bist.
Du spürst es, indem Du zuversichtlich bist.
Du spürst es, indem Du mutig bist.
Du spürst es, indem Du dankbar bist.
Du spürst es, indem Du klar und entschieden bist.

Lass Deine Energien des Vertrauens frei fließen.
Verströme Vertrauen.
Verströme Liebe.
Sei weise, dankbar und klar. 

Vertrauen schafft wieder Vertrauen.
Liebe schafft wieder Liebe.
Klarheit schafft wieder Klarheit.
Und Mut schafft wieder Mut.

Vertraue Dir!

Vertrauen ist die Urkraft Deines Lebens.

© Dr. Georg Rupp – Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben

Alle Gedanken, Satz für Satz, Wort für Wort, sind mir in Meditationen eingegeben worden. Ich gebe sie so weiter, wie sie mir zuteil geworden sind.

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2. Schlüssel: Die Liebe Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben (Auszug aus den Texten der CDs)

Drucken Verfasst am 01.05.2015

Schaffe in allem, was Du tust,
die Verbindung von Herz zu Herz.
Die Mystiker sagen: Alles ist eins. 

Die Liebe ist die Basis.
Die Liebe ist der Urgrund.
Die Liebe ist der Halt. 

Ohne Liebe keine Erde.
Ohne Liebe kein Himmel.
Ohne Liebe kein erfülltes Sein.

Darum festige die Basis Deiner Liebe in Dir.
Deiner Liebe zu Dir.
Deiner Liebe zum Du.
Deiner Liebe zum Wir.
Deiner Liebe zur Natur.
Deiner Liebe zum Kosmos. 

Lass Liebe strömen ... 

Und jetzt sammle Deine ganze Liebe in der rechten oder linken Hand.
Und während Du sie schließt, ganz sanft ...
lass alle Liebe, die Du empfindest – und die Du empfängst und empfangen wirst ...
in Deine Hand strömen. 

Spüre Deine ganze Liebe wie ein rotes Herz in Deiner Hand.
Spüre das Glück, das Du in Dir trägst.
Das Du jetzt in Deinen Händen hältst.
Alles Glück dieser Welt ...

Und jetzt: Öffne Deine Hand ... und: Lass los! 

Spüre, wie die Liebe von Deiner Hand in Dein Gesicht strömt ...
und in jeden Körperteil. 

Spüre die Liebe in Deinem Lächeln, auf Deinen Lippen.
Spüre die Liebe in Deinen Augen.
Spüre die Liebe mitten auf Deiner Stirn. 

Spüre, wie Deine Liebe von Deiner Hand durch Dein Gesicht,
durch Lippen, Augen und Stirn nach oben strömt.
Spüre die Liebe mitten auf Deinem Scheitel.

Und lass jetzt Deine Liebe offen und frei nach oben ausströmen ... 

Spüre, wie sie sich vereint mit der kosmischen Energie, mit der Liebe
des Universums und der göttlichen Liebe. 

Liebe ist Geborgenheit.

Und Du empfängst die Lebe des Universums –
und bündelst sie jetzt in Deiner Hand.
Ein kraftvoller Strom von Liebe und Glück.
Genieße Dich in diesen Momenten Deines Lebens.
Genieße Deine Gefühle.
Genieße Deine Kraft.
Genieße Dein Lächeln, Deine Güte und Deine Weisheit.

Genieße die Menschen um Dich herum.
Genieße ihr Lächeln, ihre Güte und ihre Weisheit. 

Und schau Dich jetzt um.
Und schau sie an.
Spüre ihre Gefühle.
Spüre ihre Güte und ihre Weisheit. 

Spüre die Schwingung in Dir und zwischen Euch.
Spüre die Schwingung im Raum.
Fühle Deine Verbundenheit mit allen und allem, was ist.

Spüre in Dir eine stille,
tiefe innere Stimme, die sagt:
„Danke. Danke für alle Liebe, die in mir lebendig ist!“

Liebe ist die schönste Energie, die Du Dir und anderen schenken kannst.
Warum verschenkst Du sie so selten?

Wenn Du jetzt willst:
Mach Dir und anderen ein Geschenk. 

Sei verschwenderisch ... 

Und jetzt komm zu Dir zurück.
Und konzentriere Dich auf Dein Herz.
Und spüre diese tiefe Liebe, die Deinen ganzen Körper durchströmt.

Jetzt bist Du im Einklang mit Dir und dem Leben. 

Jetzt weißt Du: Ich habe mir einen Ort geschaffen, der mir dieses Gefühl
jederzeit wieder zurückbringen kann. 

Und Du kannst immer mehr Liebe verströmen,
denn es gibt keinen Mangel.

Liebe ist die stärkste Kraft im Universum.
Liebe ist die stärkste Kraft in Dir.

Ich ... liebe.

© Dr. Georg Rupp – Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben

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1. Schlüssel: Die Klarheit Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben (Auszug aus den Texten der CDs)

Drucken Verfasst am 01.04.2015

Am Anfang stand eine Entscheidung.

Die Entscheidung, dieses Universum zu kreieren. 

Wie und woran sich der göttliche Funke entzündet hat –
es war die Absicht des Universums, zu „sein“.

Der Urknall, wie auch immer er sich entfaltet hat,
war die Entscheidung, zu „sein“. 

Aus der Idee der Kosmos,
aus dem Impuls das Ein und Alles,
aus dem Nichts das Ganze.

Aus dem Chaos die Ordnung,
aus dem Vakuum das Leben,
aus dem Anstoß Entfaltung.

Ohne Klarheit Verwirrung,

ohne Klarheit das Dunkel,
ohne Klarheit kein Licht. 

Klarheit fördert Entschiedenheit.

Wenn Du Dich nicht entscheiden kannst,
bleibst Du ängstlich und irritiert.

Wenn Du Dich nicht entscheiden kannst,
haftet Dein Ich am Vergangenen fest.

Wenn Du Dich nicht entscheiden kannst,
findest Du nicht Deinen Weg zum Ziel. 

Entscheiden heißt: verzichten können,
aufgeben können, loslassen können.

Entscheiden heißt: scheiden.
Wer scheidet, sagt „Nein“!"

Nein zur Bequemlichkeit.
Nein zur Faulheit.
Nein zu Hintertüren. 

Nein zum: „Das haben wir doch immer so gemacht!“

Nein zum: "Ich hab mir schon mal die Finger verbrannt!" 

Nein zum: „Ich bin nicht gemacht für den Erfolg!“
Nein zum: „Ich bin sowieso nicht liebenswert!“
Nein zum: „Ich kann mich nicht ändern!" 

Nein zum: „Meine Kindheit ist alles schuld!“
Nein zum: „Meine Eltern sind alles schuld!“
Nein zum: „Mein Partner ist alles schuld!“
Nein zum: „Die Religion ist alles schuld!“
Nein zum: „Die Politik ist alles schuld!“

Nein zum: „Ich bin alles schuld!“
Nein zum: „Das Leben ist alles schuld!“

Es ist zu schwer – es läuft zu glatt.
Es ist zu bunt – es ist zu eintönig.

Zu verrückt – zu normal...
Zu aufregend – zu langweilig ...
Zu tiefsinnig– zu oberflächlich...
Weil ...

Nein!“

Entscheiden heißt „scheiden“.
Wer scheidet, sagt „Ja“!

Ja zur Entwicklung.
Ja zur Entfaltung. 

Ja zum: „Ich mache mit!“
Ja zum: „Ich bin es mir wert!“
Ja zum: „Du bist es mir wert!“
Ja zum: „Das Leben ist es mir wert!“

Ja zum: „Ich kann etwas bewegen!“
Ja zum: „Ich kann mich bewegen!“
Ja zum: „Ich kann meine Welt bewegen!"

Entschiedenheit fördert Klarheit.
Klarheit fördert Offenheit.
Offenheit fördert Wachsen und Reifen.

Klarheit und Entschiedenheit sind der Anfang des Umbruchs und Wandels.
Klarheit ist der Weg aus dem Labyrinth.
Klarheit ist die Chance, etwas Neues zu wagen.
Klarheit ist die Liebe zu Dir selbst.

Du bist es Dir wert, einen Aufbruch zu wagen.
Brechen mit dem, was unpassend ist.
Aufbrechen zu dem, was passend erscheint.

Klarheit heißt loslassen, was mich behindert.
Loslassen, was mich beengt. 

Klarheit heißt aufbrechen zu dem, was ich bin.
Zu dem, wer ich bin.
Zu dem, der ich sein werde.

Klarheit setzt alle Energien frei, die Du brauchst, um entschieden zu sein. 

Klarheit ist die Dynamik der Liebe.

Klarheit ist Wahrheit.

Alles klar? 

Klar!

© Dr. Georg Rupp – Das Sternum-Projekt: Die 7 Schlüssel für ein reiches Leben

Alle Gedanken, Satz für Satz, Wort für Wort, sind mir in Meditationen eingegeben worden. Ich gebe sie so weiter, wie sie mir zuteil geworden sind.

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Das sinnerfüllte Leben (2)

Drucken Verfasst am 02.03.2015

Sicherlich gibt es keinen allgemein gültigen „Sinn“. Jeder kann seinen Lebenssinn nur in sich selbst entdecken. Sein eigener Pfadfinder auf der Sinnsuche, sein eigener Sinngeber sein.

Was für den einen sinnvoll sein mag, kann den anderen nicht begeistern. Dennoch wird ein sinnerfülltes Leben – wissenschaftlich betrachtet – als das Hauptkriterium für subjektives Lebensglück bezeichnet.

Die ganz persönliche Empfindung: „Ja, mein Leben ist und war sinnerfüllt“ reduziert die Lebensangst und die Furcht vor dem Tod. Mehr noch als der reine Glaube an ein Leben danach.

Was nicht umstritten ist: Werte stiften Sinn.
Werte sind die unzerstörbaren Wurzeln meiner Identität.
Werte lege ich nicht – wie eine Mode – einfach ab.
Werte sind Freiheit, Liebe, Gerechtigkeit, Glaube, Toleranz und vieles mehr. 

Meine Sinne geben mir Sicherheit und Urvertrauen.
Lassen mich meine Vielschichtigkeit erfahren, das Potenzial aller meiner Möglichkeiten.
Aus der Erfahrung und Entfaltung meiner Sinne wächst mein Vertrauen in mich und meine Umwelt.

Denn: Wer mit seinen Sinnen lebt, ist nicht von Sinnen.

Wer mit seinen Sinnen lebt, wird seiner selbst bewusst.
Wird selbstbewusst. 

Wer mit seinen Sinnen lebt, bejaht das Leben und die Schöpfung.
Geht bewusst, verantwortungs-bewusst mit der Fülle des Lebens um.

Wer mit seinen Sinnen lebt, misst seinem Leben einen Wert bei.
Kann sein Leben als wert-voll betrachten und sich selber treu bleiben.
Sinn(e) und Wert(e) haben die Chance, Einheit zu werden.

Wer bewusst mit seinen Sinnen lebt, ist nicht ohne weiteres verführbar. Und springt nicht auf jeden Zug.

Viele Menschen jagen auf der Suche nach Sinn irgendwelchen Moden und Trends hinterher.
Wenn das Heil nicht mehr im Bungee-Springen liegt, dann vielleicht im Wellness-Verwöhn-Wochenende oder in der Feng-Shui-Tapete…

Dabei sind die Sinne ganz einfach zu bedienen. Wir haben sie immer zur Hand.

Vielleicht denken Sie mal darüber nach:
Wann lassen Sie wieder einen Drachen steigen und verzaubern die Welt mit Seifenblasen?
Wann stellen Sie sich mal wieder eine Rose auf Ihren Schreibtisch und sagen sich: „Ich bin es mir wert!“?

Es gibt so unendlich viel Sinn zu entdecken.
Gebrauchen Sie Ihre Sinne. Täglich.

Warum hat das Universum sie uns sonst kostenlos zur Verfügung gestellt?

In herzlicher Verbundenheit

Georg Rupp

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Das sinnerfüllte Leben (1)

Drucken Verfasst am 01.02.2015

Neulich, als ich gerade mit einer Meditation beginnen wollte, fing der Hund des Nachbarn fürchterlich zu bellen an. Es ähnelte schon eher einem hellen Kläffen, das mich an atonale Quietsch-Geräusche erinnerte.

Das störte mich in meiner Absicht zur Selbstversenkung doch sehr, bis mir die Eingebung zuteil wurde: Auch das ist ein Geschöpf Gottes. Übe dich in Toleranz!

Nach zwanzig Minuten hörte der Hund des Nachbarn auf zu bellen, besser gesagt, zu kläffen oder zu quietschen…

Können Sie sich denken, wie wunderbar, wie herrlich Stille in diesem Augenblick sein kann? Es löst wahrscheinlich ein ähnliches Gefühl aus wie jenes, das zu den größten Glücksmomenten überhaupt gehört: Wenn Zahnschmerzen nachlassen.

Die Stille tat gut. In der nun ungestörten Meditation kamen mir die folgenden Gedanken: 

Stille.
Die Stille ist der Ursprung allen Seins. Die Stille ist das Leben. Die Tiefe Deiner Existenz. Lerne die Stille schätzen.

Lass die Kinder erfahren, was Stille bedeutet.
Stille schafft Raum für Angstfreiheit. Für Achtsamkeit. Für Kreativität.

Lass die Kinder mit ihren Sinnen erleben, was es heißt, zur Ruhe zu kommen.
Stille schwingt. Stille nimmt Form(en) an.

Schaffe deshalb mit den Kindern Freiräume für innere Sammlung, für Konzentration.
Für das wirkliche Fundament im Leben.
Für die Wurzel der eigenen Identität.
Und damit für den Ursprung aller Fragen nach der Sinnhaftigkeit unseres Lebens.

Aus der Stille wachsen Fragen.
Wachsen Antworten.

Aus der Stille wächst die Sensibilität, die Empfindsamkeit für die kleinen Dinge des Lebens, die oftmals die großen sind.

Das Spektakuläre ist nicht, was den Menschen ausmacht.
Das Phantastische ist nicht, was unser Leben ausmacht.

Es sind die tausend kleinen Sonnen, die uns tagtäglich begegnen. Uns tagtäglich scheinen, er-scheinen.

Jeder Grashalm erzählt vom Wunder des Lebens, jeder Käfer vom Wunder der Natur, jedes Lächeln vom Wunder des Menschseins.

„Leben ist Aufmerksamkeit!“ sagte Hugo Kükelhaus.

Es sind die kleinen, oft unscheinbaren Dinge des Lebens, die uns das Wunder verkünden. 

Wer die kleinen Dinge des Lebens nicht aus den Augen verliert, schaut mit Respekt auf die ganze Schöpfung.

Wer über die kleinen Dinge noch staunen kann, lässt sich von Sensationen, von spektakulären Aktionen nicht so schnell gefangen nehmen.

Es war André Heller, der sagte: „Solange es das Staunen gibt, feiert die Banalität keine Triumphe.

Die Weisheit des Lebens liegt in der Tiefe und Stille.
Die Weisheit findet man nicht in der Hektik und im Lärm.

In der Ruhe, im Schauen, im Hören, im Spüren und Ahnen liegen Kraft und Selbstvertrauen verborgen.

In einer Zeit, in der sich viele Menschen wieder besinnen, weil die Unsicherheit, das Chaos, der alltägliche Kampf, die Zentrifugalkräfte des Lebens, uns immer wieder aus unserer Mitte reißen, in dieser Zeit rücken die Werte des Menschseins wieder mehr in den Mittelpunkt.

Ohne moralisierenden Zeigefinder, aber in Demut vor dem Leben und der Allmacht Gottes, können wir auf eine Erkenntnis hoffen:

Unser Leben ist nie und nimmer sinn-los. Wir sind nie abgeschnitten vom Sinn.

Die Frage ist nur: Was macht Sinn? (wird fortgesetzt)

In herzlicher Verbundenheit 

Georg Rupp

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Warum wir in narzisstischen Zeiten leben

Drucken Verfasst am 07.01.2015

In einer Kolumne der Rheinischen Post vom 29. November 2012 schreibt die Journalistin und Theaterwissenschaftlerin Dr. Dorothee Krings: 

„Selbstverliebt füttern wir unsere Facebook-Seiten mit Fotos von uns selbst und zählen unsere Freunde. Das ist die Selbstvergewisserung einer Gesellschaft, die sich als ohnmächtig empfindet.“

Ich veröffentliche diese Kolumne, weil sie mir aus dem Herzen spricht.

„Schon erschreckend, wie ähnlich uns unsere Kinder geworden sind. Eltern kleiden ihre Kleinen heute ja am liebsten wie sich selbst: Ballerinas, Markenjeans, Mini-Edelparka – auch das Kind ist längst Ausdruck des eigenen Geschmacks. Und so treffen sich im Sandkasten lauter geschrumpfte Erwachsene zum Outdoor-Socialising, und die Großen stehen am Rande und schauen sich selbst beim Spielen zu.

Natürlich ist das ein harmloses Symptom jenes Narzissmus, der unsere Zeit ergriffen hat. Weniger harmlos ist die Selbstverliebtheit ganzer gesellschaftlicher Gruppen, die von der Not der anderen nichts mehr wissen wollen. Zum Glück sorgen ja die Immobilienpreise dafür, dass man in seinem Viertel inzwischen unter sich bleibt. Wer den anderen nicht mehr wahrnimmt, bekommt keine Skrupel, wenn er nur die eigenen Interessen verfolgt. Und so fordern in der Politik Spitzenverdiener mehr Entlastung, Hartz-IV-Empfänger mehr Stütze, Pendler mehr Pauschale, Rentner mehr Rente. Gruppismus grassiert.

Auch unter Staaten. Griechenland liegt ja auch nur noch in Europa, weil die anderen Länder fürchten, dass der Rauswurf zu teuer wird. Wer von Solidarität spricht, steht unter Naivitätsverdacht. Wenn Philosophen wie der Kameruner Achille Mbembe Europa vorwirft, es drehe sich narzisstisch nur noch um sich selbst, weil es den eigenen historischen Abstieg nicht verwinden könne, hat er womöglich recht.

Denn dem Narzissmus voran geht immer die Kränkung. Das erzählt schon der Mythos: Aus trotzigem Stolz weist der schöne Flussgöttersohn Narziss alle Verehrer zurück und wird darum mit grenzenloser Selbstliebe bestraft.

Das ungeheure Bedürfnis nach Selbstbestätigung in unserer Gesellschaft hat damit zu tun, dass die Menschen an Selbstentfremdung laborieren. Bei der Arbeit erleben sie, wie andere über Abläufe, Leistungsziele, Karrierechancen bestimmen. Sie selbst werden nicht gehört. In der Politik sehen sie zu, wie die Volksvertreter von der wirtschaftlichen Entwicklung getrieben werden. Im Zentrum des Kapitalismus steht das Erwirtschaften von Profiten, nicht das Wohl des Einzelnen. Das ist die fundamentale Kränkung unserer Zeit.

 Kein Wunder, dass wir uns Facebook-Seiten zulegen, unsere Urlaubsbilder hochladen und zu Protokoll geben, dass wir mal eben Kaffee holen sind. Das ist Selbstvergewisserung in Zeiten globaler Ohnmacht. Der Narzisst von heute spiegelt sich im Internet, zählt seine Freunde, möchte „geliked“ werden.

Von Sigmund Freud wissen wir, dass Narzissmus durch Erziehung zur Realität zu überwinden ist. Der Mensch muss lernen, seine Ohnmacht und Hilflosigkeit zu akzeptieren. Diesen Prozess nennt man übrigens Erwachsenwerden.“ 

Soweit Dr. Dorothee Krings in ihrer Kolumne, erschienen in der Rheinischen Post am 29. November 2012.

Im „Sternum-Projekt“ (S. 100) lasse ich zum Thema „Narzissmus“ Hildegard Knef zu Wort kommen, die besang:

„Für mich soll’s rote Rosen regnen,

mir sollten sämtliche Wunder begegnen.

Die Welt sollte sich umgestalten

und ihre Sorgen für sich behalten.“

Von daher beschreibe ich den Narzissmus auch als das „Rote-Rosen-Syndrom“.

Es gibt – und gab schon immer – eine ganze Zahl von Menschen, die glauben, das Leben müsse ihnen Tag für Tag etwas Besonderes bieten, sie seien die Auserwählten. Das „Rote-Rosen-Syndrom“ ist keine wissenschaftliche Bezeichnung. Die medizinische Beschreibung lautet: narzisstische Persönlichkeitsstörung, und sie hat Krankheitswert. 

Diese ungesunde Haltung hat mit einem Auswuchs der Liebe zu tun, nämlich mit der sich selbst überhöhenden, ich-bezogenen, narzisstischen Eigenliebe. Narzissten stehen im Spiegelsaal und sehen von allen Seiten nur sich selbst. Der Weg zur wirklichen Selbstliebe setzt jedoch den Abschied vom Narzissmus voraus.

Der Kölner Objektkünstler Victor Bonato gestaltete ein Kunstwerk, auf dessen Marmorsockel ein großer, hoher Spiegel angebracht war. Nur wurde der Spiegel „falsch herum“ aufgehangen: Die Spiegelseite zur Rückwand, die blinde Rückseite nach vorne, zum Betrachter hin. Dieser Spiegel lässt im wahrsten Sinne des Wortes kein Spiegelbild zu. Nichts und niemand kann sich in ihm spiegeln. Bonato nennt das Werk: „Abschied des Narziss“.

Für mich soll’s rote Rosen regnen? Die Weisheit liegt in der Beschränkung. Vielleicht sollten Narzissten sich auch einmal die Kehrseite der Medaille zu Herzen nehmen, nämlich:

„LIEBE DEINEN NÄCHSTEN… wie Dich selbst.“ 

 

 

In herzlicher Verbundenheit 

Georg Rupp 

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